{"id":150,"date":"2022-08-29T00:15:56","date_gmt":"2022-08-28T22:15:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kuef.de\/?p=150"},"modified":"2022-08-31T08:24:12","modified_gmt":"2022-08-31T06:24:12","slug":"glueck-und-unglueck-folgen-simplen-prinzipien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kuef.de\/index.php\/2022\/08\/29\/glueck-und-unglueck-folgen-simplen-prinzipien\/","title":{"rendered":"Gl\u00fcck und Ungl\u00fcck folgen simplen Prinzipien"},"content":{"rendered":"\n<p>Manche verbringen ihr halbes Leben damit das Gl\u00fcck zu finden oder zu erforschen, gr\u00fcbeln dar\u00fcber nach was einen gl\u00fccklich oder ungl\u00fccklich machen, denken es w\u00e4re Geld oder Liebe. Das alles sind aber \u00dcberlegungen die eine Ebene zu weit oben ansetzen. Simpel und offensichtlich wird es erst wenn man sich den Ursprung verdeutlicht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Prinzip des Ungl\u00fccks<\/h2>\n\n\n\n<p>Offensichtlich wurde mir das Prinzip des Ungl\u00fccks als ich die Serie Game of Thrones geschaut habe. Hier wird, wie sonst kaum, damit gespielt die Erwartungen der Zuschauer zu entt\u00e4uschen. Erst folgt die Erz\u00e4hlung einer bekannten Dramaturgie, baut eine Vision der Zukunft auf und die Erwartung der Zuschauer ist es, dass man diese auch mehr oder minder erreichen wird, wenngleich vielleicht mit Hindernissen, R\u00fcckschl\u00e4gen und leichten Abwandlungen und Entwicklungen, aber das was versprochen ist, wird am Ende der Dramaturgie auch den Anfang widerspiegeln. Doch genau das tut Game of Thrones nicht. Es entt\u00e4uscht den Zuschauer eins um andere mal und bietet ihm dabei gleichzeitig genau das was er will.<\/p>\n\n\n\n<p>Hauptcharakt\u00e4re sterben pl\u00f6tzlich und so schnell und umfassend, dass man nicht bangen oder hoffen muss, sondern nur damit besch\u00e4ftigt ist, die eigene Erwartungshaltung korrigieren zu m\u00fcssen. Das was ich dabei empfunden habe war pures Ungl\u00fcck und so wird das Wort Ungl\u00fcck auch benutzt. Ein pl\u00f6tzliches eintretendes Ereignis mit dem niemand rechnen konnte, das man nicht erwartet es. Es zerbricht etwas mit dem man fest gerechnet hatte. Die eigene Welt, Vorstellung und die Grundfeste des Vertrauens werden ersch\u00fcttert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Tod eines Menschen macht uns ungl\u00fccklich aus einem ganz besonderen Grund: Er ist endg\u00fcltig und vernichtet dabei alle m\u00f6glichen zuk\u00fcnftigen Ereignisse die diesen Menschen betreffen. Man wird ihn nie wieder sehen, man wird mit ihm alles m\u00f6gliche nicht mehr unternehmen. Ebenso spiegelt das das Ungl\u00fcck des eigenen Todes wahr. Jegliche Zukunftspl\u00e4ne, alle M\u00f6glichkeiten werden ausgel\u00f6scht. V\u00f6llig unabh\u00e4ngig davon das man niemals all das was man noch im Kopf hatte auch getan h\u00e4tte, so stellt der Tod klar, dass nichts davon noch die Chance haben wird real zu werden. H\u00e4tte man ansonsten die Hoffnungen und Erwartungen Schritt f\u00fcr Schritt zur\u00fccknehmen und kompensieren k\u00f6nnen ist es der Tod der mit einem Handstreich alles besiegelt und die Ver\u00e4nderung so bitter macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch hier genau schlummert eine weitere Wahrheit, denn Ungl\u00fcck ist eine Transition, eine Ver\u00e4nderung. Das Ungl\u00fcck resultiert nicht aus einem Zustand, sondern aus einem \u00dcbergang. Ist der abgeschlossen, verarbeitet, vergessen und akzeptiert, so schwindet das Ungl\u00fcck. An der Pforte der H\u00f6lle steht laut einem Mythos deshalb nicht umsonst der Satz: &#8222;Die ihr eintretet, lasst alle Hoffnung fahren.&#8220; Das Ungl\u00fcck wird aufgehoben indem man es antizipiert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Prinzip des Gl\u00fccks<\/h2>\n\n\n\n<p>Hat man das Ungl\u00fcck verstanden ergibt sich ebenso klar das Prinzip des Gl\u00fccks. Es ist dem Ungl\u00fcck genau umgekehrt. W\u00e4hrend das Ungl\u00fcck ein \u00dcbergang ist beim entt\u00e4uschen von Erwartungen und Annahmen, so ist das Gl\u00fcck der \u00dcbergang beim Erf\u00fcllen von Hoffnungen und W\u00fcnschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gl\u00fcck ist damit kein Zustand, sondern ebenso transitiv wie das Ungl\u00fcck und tritt ein, wenn ein Herzenswunsch, eine Sehnsucht oder Hoffnung in Erf\u00fcllung geht. Es ist das Pendel das in die umgekehrte Richtung ausschl\u00e4gt, wie das Ungl\u00fcck. Ein Lottogewinn macht einen gl\u00fccklich, aber nicht auf Dauer, wenn der Wandel antizipiert ist und man sich an die neue Situation gew\u00f6hnt hat. So wie wir einen Mangel als Ungl\u00fcck empfinden, empfinden wir auch ein \u00dcberma\u00df als Gl\u00fcck, aber stets nivelliert sich beides wieder aus. Wieviel Geld braucht man um gl\u00fccklich zu sein. Alles was man dazu bekommt, macht einen gl\u00fccklicher, was man verliert macht einen ungl\u00fccklicher.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch weder Gl\u00fcck noch Ungl\u00fcck ist direkt mit Geld verkoppelt, auch nicht mit Liebe und nicht anderem. Es h\u00e4ngt einzig und allein an unseren W\u00fcnschen, Hoffnungen und Erwartungen. Diese k\u00f6nnen offen ausgesprochen, insgeheim oder so subtil sein, dass wir uns dessen nicht bewusst werden. Oft neigen wir dazu diese tief empfundenen W\u00fcnsche einmal zu erkennen und dann f\u00fcr immer mit den Dingen fest zu verkn\u00fcpfen, auf die sie in dem Moment gerichtet waren. Doch immer die gleichen Dinge immer und wieder zu erreichen, macht uns auf Dauer eben nicht gl\u00fccklich, denn tief in uns ist das Prinzip des W\u00fcnschens nie fest an etwas gekoppelt, sondern immer flexibel und variabel. Deshalb ist es nur eine Ersatzhandlung wenn man nach Erfolg, Geld, Liebe strebt, die eine Zeit lang funktionieren kann, aber auch ersch\u00f6pft und funktionslos werden kann, gerade dann wenn sie zu oft eintritt, wenn der Wunsch erf\u00fcllt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Haben wir Durst sehnen wir uns nach etwas zu Trinken, aber deswegen macht es uns nicht auf Dauer immer wieder gl\u00fccklich, wenn wir trinken. Dennoch reproduzieren wir oft eine Handlung die uns bereits einmal gl\u00fccklich gemacht hatte in der Hoffnung wieder das selbe Gef\u00fchl zu erfahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Denkt man dies weiter, so sind weder dauerhaftes Gl\u00fcck, noch dauerhaftes Ungl\u00fcck durch ein Festhalten am immer gleichen zu erreichen und verblassen durch die reine Wiederholung. So man ein Ungl\u00fcck aufarbeitet in dem man sich wieder und wieder damit befasst, bis man es akzeptieren und in die eigene Welt einbauen kann, so kann man auch das Gl\u00fcck aufarbeiten indem man es stoisch zu wiederholen versucht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ist Gl\u00fcck nur das Neue?<\/h2>\n\n\n\n<p>Muss man also nun schlu\u00dffolgern, dass Gl\u00fcck stets nur m\u00f6glich ist, mit etwas Neuem und dass alles was mal einmal verbraucht hat, nie wieder das gleiche Gl\u00fccksgef\u00fchl heraufbeschw\u00f6ren kann?<\/p>\n\n\n\n<p>Nein, nicht so pauschal und unbedingt. Auch das gewohnte und bekannte kann ein Wunsch von uns sein. Wir k\u00f6nnen uns nach Routine sehnen, nach etwas was wir von fr\u00fcher kannten. Dennoch wird immer ein wenig daran anders sein. Es gibt keine perfekte Wiederholung von Gl\u00fcck oder Ungl\u00fcck. Aber man kann wieder zu bekanntem zur\u00fcckkehren, man kann eine Routine und Gewohnheiten leben, wenn es einem gelingt immer auch ein wenig neues darin zu zu lassen und wenn man hier in einem Wechsel lebt. So sch\u00f6n es im Urlaub sein mag, das Gef\u00fchl dazu w\u00fcrde sich ersch\u00f6pfen, wenn es nichts mehr besonderes w\u00e4re. <\/p>\n\n\n\n<p>Man muss nicht zwingend das Gl\u00fcck durch Ungl\u00fcck unterbrechen, um wieder zum Gl\u00fcck zur\u00fcck zu kehren, aber man kann eben das Gl\u00fcck auch nicht auf Dauer aufrecht erhalten. Ebensowenig kann man es immer wieder reproduzieren. F\u00e4llt man dieser Erwartung anheim ein Weihnachtsfest im n\u00e4chsten Jahr zu reproduzieren, um das Gl\u00fccksgef\u00fchl wieder zur\u00fcck zuholen, so baut man eine Erwartung auf, die vermutlich enttt\u00e4uscht wird und damit das Ungl\u00fcck gebiert. Denn das Weihnachtsfest war nicht nur deshalb sch\u00f6n, weil es exakt so ablief, sondern auch, weil es einen \u00fcberrascht hat. Eine \u00dcberraschung ist eine Erwartung die erf\u00fcllt wurde, ohne dass man sich ihr vorher bewusst wurde. Durch Wiederholung mit dem Gleichen kann man aber die \u00dcberraschung nicht reproduzieren. Hier wird es notwendig etwas neues zu zu lassen und anzustreben. <\/p>\n\n\n\n<p>Das knifflige an \u00dcberraschungen ist, dass man eine abstrakte Erwartung erf\u00fcllen muss, ohne eine konkrete Erwartung erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen. Die Filmindustrie hat dies erkannt und produziert zu popul\u00e4ren Filmen Nachfolger. Man k\u00f6nnte sich zwar auch den ersten Film einfach nochmal ansehen, doch fehlt ihm der Moment der \u00dcberraschung, des Neuen. Man k\u00f6nnte sich auch auf einen beliebigen anderen Film einlassen, doch kann dieser einen entt\u00e4uschen, da man eine subtile abstrakte Erwartung hat, wie der Film gestrickt sein sollte. Ein zweiter Teil des Filmes ist der elegante Ausweg. Er wird nach dem gleichen Muster getrickt, aber enth\u00e4lt doch wieder \u00dcberraschungen, setzt vielleicht nochmal eins drauf, variiert geschickt und erf\u00fcllt dennoch die abstrakte strukturelle Erwartung. In der Konsequenz haben nachfolgende Teile von Filmen h\u00e4ufig ein geklontes Schema und sind damit sehr erfolgreich.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gl\u00fcck l\u00e4sst sich nicht erzwingen, man kann es nur zulassen. <\/h2>\n\n\n\n<p>Man k\u00f6nnte nun also auch folgern, dass man stets auf einer Reise ist, immer neues zulassen sollte, ja vielleicht sogar krampfhaft danach streben muss und es dar\u00fcber hinaus auch erreichen sollte, um stetig wieder einen neuen verg\u00e4nglichen Schub von Gl\u00fcck zu bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Wort &#8222;krampfhaft&#8220; ist durchaus negativ besetzt und hier bewusst gew\u00e4hlt, denn man kann nicht immer Erfolg haben und das stetige Streben birgt auch das Potenzial von Ungl\u00fcck wenn aufgebaute W\u00fcnsche und Erwartungen entt\u00e4uscht werden. Das mag ein akzeptabler Kompromiss sein, dass man Gl\u00fcck eben immer nur zusammen mit Ungl\u00fcck bekommt. So wie beim Ziehen von Losen, bei denen einen Nieten und Gewinne erwarten. Genau diese Mischung kann es tats\u00e4chlich sein. <\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch ist es hier nicht hilfreich m\u00f6glichst viele Lose zu ziehen, denn ob die Mischung aus Gl\u00fcck und Ungl\u00fcck hier immer ausgewogen ist, l\u00e4sst sich nicht pauschal sagen. Vielmehr sollte man bereit sein, das Gl\u00fcck zuzulassen. Ein paar wenige Lose k\u00f6nnen einen viel mehr erfreuen, wenn man gewinnt und \u00e4rgern einen wenig. Kauft man jedoch tausende, so entsteht wieder eine Erwartungshaltung die entt\u00e4uscht wird, wenn man dann trotzdem nicht den Hauptgewinn erh\u00e4lt. Bei nur wenigen Losen hingegen ist es viel leichter zu akzeptieren, dass es sein kann, dass man garnichts gewinnt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gl\u00fcck zu zu lassen, die sich bietetenden Chancen und M\u00f6glichkeiten zu nutzen, f\u00fchrt nicht unbedingt zu viel und stetigem Gl\u00fcck, aber verspricht das beste Verh\u00e4ltnis von Ungl\u00fcck zu Gl\u00fcck. Dabei ist es hilfreich flexibel in seinen Perspektiven zu sein. Am Prinzip Urlaub erkl\u00e4rt: Wenn man in den Urlaub f\u00e4hrt sollte man sich auf den Urlaub freuen, wenn man wieder heimf\u00e4hrt, auf das eigene zuhause. Der Fokus ist das wichtige, denn man kann das Eintreten und die Schwere von Gl\u00fcck und Ungl\u00fcck beeinflussen, indem Erwartungen, Hoffnungen und W\u00fcnsche in der richtigen Weise zul\u00e4sst, die sich auch erf\u00fcllen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Stellt man an sich selbst zu hohe Anspr\u00fcche, die man kaum erf\u00fcllen kann, legt man den Grundstein f\u00fcr Ungl\u00fcck. Schafft man es das zu erhoffen, was man auch wird erreichen k\u00f6nnen, kann dies einen gl\u00fccklich machen. Doch auch hier wieder nicht durch pure Reproduktion.<\/p>\n\n\n\n<p>Das alles klingt sehr schwierig und kompliziert und leicht geht einem hier die Leichtigkeit verloren, die es braucht um etwas zuzulassen, statt es erzwingen zu wollen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gl\u00fcck als Abwesenheit unerf\u00fcllter Hoffnungen<\/h2>\n\n\n\n<p>&#8222;Die ihr eintretet, lasst alle Hoffnung fahren.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst klingt dies sehr depremierend, doch nur solange man sich eigentlich noch versucht an Hoffnungen festzuhalten. Der Tod oder ein unausweichliches Schicksal, das wegfallen der Notwendigkeit nach etwas zu streben, weil es sowieso unerreichbar ist, k\u00f6nnen auch zum Gl\u00fcck f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>L\u00e4sst man wirklich und wahrhaftig seine Hoffnungen fallen, akzeptiert man das was ist, so entbindet einen dies vom Strreben und allem was einen ungl\u00fccklich machen k\u00f6nnte. Das was jetzt eintreten kann, ist eine Form von Frieden, die man durchaus als Gl\u00fcck beschreiben kann. Wenn wirklich alle entt\u00e4uschten Hoffnungen und noch nicht erf\u00fcllten W\u00fcnsche verschwunden sind, so ben\u00f6tigt man als Gegengewicht keine erf\u00fcllten W\u00fcnsche, sondern erreicht ein Gleichgewicht, das man zudem m\u00fchelos und ohne Anstrengung halten kann, sogar auf Dauer, sofern man nicht die Balance verliert.<\/p>\n\n\n\n<p>Letztlich ist das das Konzept das einige Religionen anstreben und das schwer erreichbar ist, solange einen die weltlichen Dinge st\u00e4ndig wieder tangieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Hermann Hesse hat dies im Gedicht mit dem Titel Gl\u00fcck so formuliert:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Solang du nach dem Gl\u00fccke jagst,<br>Bist du nicht reif zum Gl\u00fccklichsein,<br>Und w\u00e4re alles Liebste dein.<\/p><p>Solang du um Verlornes klagst<br>Und Ziele hast und rastlos bist,<br>Wei\u00dft du noch nicht, was Friede ist.<\/p><p>Erst wenn du jedem Wunsch entsagst,<br>Nicht Ziel mehr noch Begehren kennst,<br>Das Gl\u00fcck nicht mehr mit Namen nennst,<\/p><p>Dann reicht dir des Geschehens Flut<br>Nicht mehr ans Herz \u2013 und deine Seele ruht.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ruhe vs. Streben<\/h2>\n\n\n\n<p>Vielleicht sind es unterschiedliche Konzepte von Gl\u00fcck. Das eine dr\u00fcckt den Zugewinn und die Erf\u00fcllung von W\u00fcnschen aus. Das andere die ausgeglichene Abwesenheit von Entt\u00e4uschten Hoffnungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Deutlich wird hier, dass neben den Antipoden Gl\u00fcck und Ungl\u00fcck, auch noch eine zweite Achse gibt, bei der auf der einen Seite das stetige Streben und auf der anderen Seite der statischen Frieden und die Ruhe stehen. Das Gl\u00fcck das aus dem Streben folgt, braucht stets das Wechselspiel mit dem Ungl\u00fcck. Das Gl\u00fcck das aus der Ruhe und dem Frieden folgt, basiert auf einem Gleichgewicht und der Abwesenheit von entt\u00e4uschten und unerf\u00fcllten Hoffnungen, W\u00fcnschen und Erwartungen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Ruhe und dem Frieden liegt ein besonders Gl\u00fcck, dessen Definition aus der Abwesenheit von Hoffnungen und W\u00fcnschen insgesamt hervorgeht. Und hier liegt auch eine m\u00f6gliche Gemeinsamkeit mit der anderen Definition von Gl\u00fcck. Vielleicht bedarf es keineswegs dem Erf\u00fcllen von W\u00fcnschen, sondern lediglich der Abwesenheit von unerf\u00fcllten W\u00fcnschen. Wo kein Wunsch existiert kann und muss er auch weder entt\u00e4uscht noch erf\u00fcllt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses ruhen in sich selbst, gilt den einen als die h\u00f6chste Kunst die es zu erlernen und zu erreichen gilt. F\u00fcr andere ist es der Stillstand und der Tod, den es zu vermeiden gilt, da man nichts erreicht. Ob man den Stillstand und den Tod, aber als Gl\u00fcck oder Ungl\u00fcck empfindet ist eine Frage der Perspektive und der inneren Einstellung. Wer sein Leben lang nach Gl\u00fcck gestrebt hat, wird im Tod keinen Frieden finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese zwei Grundkonstitutionen finden sich auch in Erz\u00e4hlungen stets wieder und stellen eine Form von Archetypen dar, mit denen man versuchen kann sein Leben zu meistern. In der 1990er Jahre Serie Babylon 5 gibt es zwei uralte V\u00f6lker: Die &#8222;Vorlonen&#8220; die Statik und Frieden anstreben und fragen &#8222;wer bist du?&#8220;, w\u00e4hrend ihre Gegenspieler, die &#8222;Schatten&#8220; Dynamik und stetige Wandlung anstreben und die Frage stellen &#8222;was willst du?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fortschritt nur durch Ungl\u00fcck<\/h2>\n\n\n\n<p>H\u00e4tten wir als Menschheit schon vor Jahrhunderten Frieden und Ruhe im Sinne der Vorlonen gefunden, so h\u00e4tte es vermutlich keine technologische Entwicklung gegeben, keinen Fortschritt. Dieser ist ma\u00dfgeblich getrieben durch Ungl\u00fcck, einen Mangel und empfundene Entt\u00e4uschungen die man durch das Streben nach Gl\u00fcck zu kompensieren versucht. Dieses allgegenw\u00e4rtige Streben, ist imanenter Bestandteil unseres Wirtschaftssystem und unserer Gesellschaft. Ein Mangel an Strebsamkeit wird verabscheut und ge\u00e4chtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Zusammenhang dabei ist simpel: Jemand der in sich ruht, seinen Frieden gefunden hat und wunschlos gl\u00fccklich ist, hat keine Motivation die man nutzen k\u00f6nnte. Jemand der hingegen W\u00fcnsche hat, l\u00e4sst sich leicht in die eigenen Zwecke einbinden. Dies kann durchaus in einer Form von Kooperation geschehen, aber auch in einer Form von Ausnutzung enden. Es ist somit in einem gr\u00f6\u00dferen Kontext nicht hilfreich, wenn es den Menschen einer Gesellschaft an W\u00fcnschen mangelt. Zur Vermeidung des Gef\u00fchls von Ungl\u00fcck sollten sie m\u00f6glichst gro\u00dfen Flei\u00df entfalten. Nur dadurch kann Fortschritt wie wir ihn kennen voran getrieben werden. Das Gl\u00fcck des Einzelnen steht dabei hinten an, wenngleich suggeriert wird, dass alles ja nur darauf ausgerichtet w\u00e4re dem Einzelnen dieses Gl\u00fcck zu erm\u00f6glichen. Eine Traumreise, ein eigenes Auto, ein teures Schmuckst\u00fcck. Geweckte und konstruierte W\u00fcnsche, sind die Triebfeder f\u00fcr das Streben nach Gl\u00fcck, dessen Begleiterscheinungen unsere Wirtschaft ankurbeln, und damit wieder anderen Vorteile bringen, die sie kurzfristig gl\u00fccklicher machen k\u00f6nnen, doch auch sie selbst stecken wieder in der gleichen Abh\u00e4ngigkeit und werden damit zu einem flei\u00dfigen aber notorisch ungl\u00fccklichen R\u00e4dchen im Getriebe.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein triviales Entkommen daraus ist nicht m\u00f6glich, solange man nicht bereit ist eine grundlegende \u00c4nderung des eigenen Lebens zu akzeptieren und viele Dinge aufzugeben. Diese Aufgabe w\u00fcrde einen zweifellos ungl\u00fccklich machen, aber da Ungl\u00fcck nur eine Transition ist, w\u00e4re dieses Gef\u00fchl nicht von Dauer. Dennoch w\u00e4re die Konsequenz, dass man seine v\u00f6llig Unabh\u00e4ngigkeit von W\u00fcnschen nicht auf Dauer erreichen k\u00f6nnte, denn solange man durch den eigenen K\u00f6rper mit Bed\u00fcrfnissen, Hunger und Durst konfrontiert ist, lassen sich W\u00fcnsche nicht g\u00e4nzlich absch\u00fctteln. W\u00fcrde einem dies wiederum gelinge, w\u00fcrde man in der Konsequenz verhungern und verdursten. Eine solche Form von Gl\u00fcck erscheint f\u00fcr uns nicht erstrebenswert aus unserer Sicht. Dies \u00e4ndert sich aber kurz vor einem unweigerlichen Tod, wenn wir diesen akzeptieren und bereit sind vieles abzulegen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gl\u00fcck durch Loslassen<\/h2>\n\n\n\n<p>Droht aber kein baldiger Tod klammern wir uns an die Vision, dass wir noch viel erleben werden, noch viele Chancen auf Gl\u00fcck haben, das sich in unserer Zukunft manifestieren kann. Wir h\u00e4ngen an diesen W\u00fcnschen. Sie pr\u00e4gen unser Leben, sind uns mitgegeben, lassen uns Streben und dennoch ist die gr\u00f6\u00dfte Lektion des Lebens, es am Ende loslassen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Loslassen ganz grunds\u00e4tzlich ist ein M\u00f6glichkeit Gl\u00fcck zu erreichen, denn es ist nichts anderes, als W\u00fcnsche aufzugeben. Erzwingen kann man dies nicht, denn solange ein Wunsch insgeheim weiter existiert pr\u00e4gt er einen auch. Vielmehr ist es eine schwierige innere Einstellung die man nicht recht beschreiben kann und zu der es keine einfache Anleitung gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht ist es am ehesten zu beschreiben. Es wird einem egal oder man erkennt die Aussichtslosigkeit. Der Glaube kann einem hierbei durchaus im Weg sein, wenn er einem suggeriert, dass ein Wunsch doch noch erf\u00fcllbar w\u00e4re, egal wie schlecht die Chancen daf\u00fcr stehen m\u00f6gen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schwierigkeit dabei ist, dass wir als Menschen hier fehlbar sind und eine Situation mit ihren Chancen nie endg\u00fcltig einsch\u00e4tzen k\u00f6nnen. Die Hoffnung kann somit auch einen Pfad zu Gl\u00fcck bedeuten, wenn man durch die Hoffnung weiter strebt, das scheinbar unm\u00f6gliche doch noch zu erreichen. Pauschal davon abzuraten zu hoffen und zu streben ist also nicht sinnvoll, wenngleich das durch Streben erreichte Gl\u00fcck stets fl\u00fcchtig bleibt. Doch auch das irdische Gl\u00fcck, das durch Loslassen entsteht, bleibt fl\u00fcchtig w\u00e4hrend wir leben, da uns die Zw\u00e4nge der Realit\u00e4t niemals g\u00e4nzlich loslassen und wir nicht f\u00e4hig sind auf Dauer s\u00e4mtliche W\u00fcnsche abzulegen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Drei Schl\u00fcssel zum Gl\u00fcck<\/h2>\n\n\n\n<p>In einem fr\u00fcheren Text habe ich einmal drei Schl\u00fcssel zum Gl\u00fcck formuliert. Dies ist nochmals eine etwas andere Betrachtung, aber spiegelt dennoch auch die bisherigen Schlussfolgerungen in diesem Text wieder.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der erste Schl\u00fcssel: Streben<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Streben versucht die \u00e4u\u00dfere Welt um uns herum an die eigenen W\u00fcnsche anzupassen, unsere W\u00fcnsche also wahr werden zu lassen und umzusetzen. Man baut sich sein Traumschloss in der Realit\u00e4t. Das Gl\u00fcck tritt dabei dann ein, wenn man erfolgreich ist und die Realit\u00e4t dem eigenen inneren Wunsch unterworfen hat. Schwierig dabei ist, dass der eigene Wunsch sich weiterentwickeln und ver\u00e4nder kann, w\u00e4hrend man seinem Ziel n\u00e4her kommt. Und wie beschrieben ist auch durch das Erreichen, nur ein vor\u00fcbergehendes Gl\u00fcck m\u00f6glich. <\/p>\n\n\n\n<p>Verk\u00fcrzt wird dies oft auch ausgedr\u00fcckt mit dem Leitspruch: <br>&#8222;\u00c4ndere was du nicht akzeptieren kannst.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der zweite Schl\u00fcssel: Akzeptanz<\/h3>\n\n\n\n<p>Im umgekehrten Weg kann man die Realit\u00e4t akzeptieren und die eigenen W\u00fcnsche, sowie die eigene Wahrnehmung daran anpassen. Man findet sich mit dem eigenen Schicksal ab, arbeitet sozusagen an den eigenen W\u00fcnschen bis sie verschwunden sind oder zu dem passen, was einem durch die Au\u00dfenwelt geboten wird. Auch hier kann es sein, dass die Dynamik einen vom endg\u00fcltigen Erreichen des Ziels abh\u00e4lt. Die Au\u00dfenwelt kann sich schneller ver\u00e4ndern, als die eigenen W\u00fcnsche anpassen und sich daran gew\u00f6hnen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Verk\u00fcrzt wird dieser Schl\u00fcssel oft mit folgenden Leitspruch beschrieben:<br>&#8222;Akzeptiere was du nicht \u00e4ndern kannst.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der dritte Schl\u00fcssel: Wahrheit<\/h3>\n\n\n\n<p>Hierzu muss man tiefer eintauchen in die Konzepte von Wahrheit als Form der subjektiven Wahrnehmung als variable Schnittstelle zwisch Au\u00dfen- und Innenwelt. Obwohl der Begriff &#8222;Wahrheit&#8220; auch als etwas absolutes und objektives angesehen werden kann, hat er hier die Bedeutung der eigenen inneren und damit subjektiven Wahrheit, die durch den verwandten Begriff &#8222;Wahrnehmung&#8220; (also das was wir f\u00fcr &#8222;wahr&#8220; annehmen) gepr\u00e4gt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend die zwei ersten Schl\u00fcssel versuchen entweder die innere oder die \u00e4u\u00dfere Welt an die jeweils andere anzugleichen und in Einklang zu bringen, setzt der dritte Schl\u00fcssel an der Schnittstelle zwischen beiden an und modifzierte die \u00dcbersetzung. Im Extremfall kann man dies als &#8222;Wahnsinn&#8220; beschreiben. Dieser stellt einen der wichtigsten und m\u00e4chtigsten Schutzmechanismen der menschlichen Psyche in Krisensituationen dar. Wenn man etwas weder \u00e4ndern noch akzeptieren kann, so ist die einzige M\u00f6glichkeit indem man eine passende \u00dcbersetzung zwischen den zwei Welten konstruiert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Kombination<\/h2>\n\n\n\n<p>Gl\u00fcck entsteht durch die Abwesenheit unerf\u00fcllter W\u00fcnsche, was auch bedeutet, dass die Erf\u00fcllung eines bislang unerf\u00fcllten Wunsches zumindest tempor\u00e4r zu Gl\u00fcck f\u00fchrt. Dabei wird der Wunsch in der Innenwelt, in der Au\u00dfenwelt realisiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ungl\u00fcck besteht hingegen durch eine W\u00fcnsche die nicht erf\u00fcllt werden. Drastisch sind die W\u00fcnsche bei denen klar wird, dass sie auch nie mehr erf\u00fcllt werden k\u00f6nnen, weil etwas finales wie der Tod dem entgegen steht. Hier greift die M\u00f6glichkeit den Wunsch im inneren anzupassen und aufzul\u00f6sen, indem man durch einen Prozess die \u00e4u\u00dfere Welt, akzeptiert und damit den wahrgenommenen Zustand in die innere eigene Welt \u00fcbernimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ist beides nicht m\u00f6glich, besteht also ein Wunsch den man nicht ablegen kann oder will, aber dessen Umsetzung in der Au\u00dfenwelt unm\u00f6glich ist, so bleibt einem nur die M\u00f6glichkeit die Schnittstelle zwischen beiden Welten so anzupassen, dass sich das Unvereinbare doch vereinbaren l\u00e4sst und die \u00e4u\u00dfere Welt so erscheint, als w\u00fcrde sie dem inneren Wunsch entsprechen oder seine Erf\u00fcllung zumindest potenziell noch erm\u00f6glichen. Gerade wenn die \u00e4u\u00dfere Welt sich sehr drastisch und schnell ver\u00e4ndet, sodass einem keine Zeit bleibt die innere Welt anzupassen und die Ersch\u00fctterung zu gro\u00df ist, kann die Ver\u00e4nderung der Wahrnehmung der entscheidende Schutzmechanismus sein, vor einem Ungl\u00fcck das zu gro\u00df ist um es zu ertragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Statt aber anzustreben die innere und die \u00e4u\u00dfere Welte st\u00e4ndig aneinander anzupassen, kann sich die innere Welt auch von der \u00e4u\u00dferen Welt entkoppeln, durch Abwesenheit von W\u00fcnschen, wodurch Ruhe und Frieden eintritt. Im Idealfall wird jeglicher Zustand und jegliche Ver\u00e4nderung der \u00e4u\u00dferen Welt in Form einer absoluten sofortigen Akzeptanz in eine neutrale Innenwelt \u00fcbernommen, wobei es keine Angriffsfl\u00e4che f\u00fcr Kollisionen gibt und somit kein Ungl\u00fcck entstehen kann. Obwohl man sich dabei der \u00e4u\u00dferen Welt vollst\u00e4ndig ausliefert, gelingt dies nur, wenn man perfekt in sich selbst ruht.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei muss niemand nach Gl\u00fcck streben, sondern kann es zulassen. Gl\u00fcck kann nur dort passieren wo Gl\u00fcck nicht zwingend angestrebt und vorausgesetzt wird. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manche verbringen ihr halbes Leben damit das Gl\u00fcck zu finden oder zu erforschen, gr\u00fcbeln dar\u00fcber nach was einen gl\u00fccklich oder ungl\u00fccklich machen, denken es w\u00e4re Geld oder Liebe. Das alles sind aber \u00dcberlegungen die eine Ebene zu weit oben ansetzen. Simpel und offensichtlich wird es erst wenn man sich den Ursprung verdeutlicht. 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