Weltreisende und Abenteurer


Einmal um die Welt zu reisen verheißt einem spätestens nach der Lektüre von „In 80 Tagen um die Welt“ viel Abenteuer und neue Eindrücke. Manch einer macht tatsächlich eine große Reise und lernt neue Kulturen kennen.

Eine berühmte Weltumrundung hat es sogar in die Kinos geschafft: „Weit – Eine Geschichte von einem Weg um die Welt“.

Den für das Kino produzierte Zusammenfassung gibt es auch zum Kaufen und Streamen über die Webseite des Films: https://www.weitumdiewelt.de/film/

Es ist einer der Filme bei dem man sich wünscht, dass er doch niemals aufhören möge und er trotz der Überlänge noch deutlich länger hätte sein können. Der Wunsch nach mehr Material wurde insofern inzwischen erfüllt, als dass auf YouTube eine alternative Fassung mit teils ganz anderem Material existiert, bei dem die Reise in Einzelepisoden nochmal neu erzählt wird:
Link zur Playliste mit den 27 Einzelepisoden von „Ohne Flugzeug um die Welt“.

Natürlich sind Gwen und Patrick aber längst nicht die einzigen Weltenbummler und wer etwas ähnliches sucht, das bisher noch nicht abgeschlossen ist und von dem man nicht weiß wie es ausgehen wird, kann mit dem YouTube Kanal „Blue Horizon“ eine teils etwas abenteuerliche Segelreise entdecken.

Das Vorbild von „Weit“ fühlt man auch in den Blue Horizon Videos an allen stellen. Die Grundidee der Reise ist ein wenig anders: Ein Segelboot kaufen und in drei Jahren einmal komplett um die Welt segeln.

Los ging es in den Niederlande mit dem Bootskauf und Reparaturen, später geht es dann hinaus und zu den ersten Inseln, rund um Europa herum und irgendwann sogar über den Atlantik. Das ist nicht immer ganz ungefährlich, denn zu Beginn fehlt es den Leuten schlichtweg an Erfahrung und durchaus auch Geld, um etwas den Mast fachgerecht reparieren zu lassen, bevor man den Atlantik überquert. Das verspricht viel Abenteuer und begeisterte Zuschauer für den YouTube Kanal. Als Vorbild für eine eigene Reise taugt es eher weniger.

Wer ein bisschen weiter sucht, findet noch viele andere Dokumentationen über Weltreisende, aber die meisten Dokumentationen nehmen einen nicht so hautnah und detailliert mit, denn sie erzählen die Geschichte von außen, mit dem Blick von Reportern auf irgendeinen Exoten der um die Welt radelt, trampt oder läuft.

Dass Menschen ihre eigene Reise selbst dokumentieren, selbst erzählen und auch den Schnitt und die Art der Darstellung mitbestimmen, ist eine neue Qualität. Und das Erlebnis zeitnah in immer neuen Episoden eine Entwicklung mit zu erleben, bei der das Ende noch unklar ist, ist ein Novum unserer Zeit. Man darf die Daumen drücken, dass alles gut geht, sich niemand übernimmt, nur um den Zuschauern zu gefallen und die Reise am Ende ein abgeschlossenes rundes Gesamtwerk werden kann, wie die von Gwen und Patrick.